Probleme in der Selbstständigkeit – meine 7 Tipps
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Probleme in der Selbstständigkeit – meine 7 Tipps

7 Tipps wenn du Probleme in der Selbstständigkeit hast

Probleme in der Selbstständigkeit – meine 7 Tipps

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Das war mein Credo in den vergangenen Wochen. Beruflich selbstständig zu sein ist toll. Aber: Nicht alles, was glänzt, ist Gold und manchmal gibt es eben auch Probleme in der Selbstständigkeit. Oder sagen wir lieber: Herausforderungen. Nämlich solche, die das Leben mit sich bringt. 

Ehrlich gesagt wünsche ich mir dann manchmal, wieder in die Haut einer Angestellten schlüpfen zu können. Ich würde morgens das Haus verlassen, im Büro konzentriert und ungestört arbeiten und am Abend in mein Zuhause zurückkehren. Am Ende des Monats wäre verlässlich das Gehalt auf meinem Konto, unabhängig davon, ob ich durchgehend gearbeitet habe, auf Urlaub oder krank war.

 

Die Selbstständigkeit ist gespickt mit Herausforderungen und Ablenkungen

Die letzten Wochen waren voller Herausforderungen und Ablenkungen, die zwar nicht AUS meiner Selbstständigkeit erwachsen sind, aber meine Selbstständigkeit ordentlich auf den Kopf gestellt und beeinflusst haben. Genau in diese (meine) Herausforderungen möchte ich dir nun Einblick gewähren und dir meine 7 Tipps verraten, die mir persönlich sehr dabei geholfen haben, trotz allem halbwegs in der Spur zu bleiben.

 

Wenn dich der Alltag überrollt … 

Begonnen hat alles rund zehn Tage vor Weihnachten: Meine Tochter wurde krank. Jede Mutter – ob selbstständig oder nicht – weiß, was das bedeutet: Arztbesuche, in die Apotheke hetzen, das Kind rundum versorgen – Nasenspülungen, Tee kochen, Fußbäder mit Senfmehl, Medizin in richtiger Dosierung und regelmäßig verabreichen, die Krankenlagerstätte mehrmals täglich aufschütteln, lüften, Taschentücher entsorgen, Fieber messen, Hühnersuppe kochen, Gesellschaft leisten, vorlesen usw.

Mit konzentriertem Arbeiten läuft da erstmal nichts. Der (Arbeits)Alltag ist komplett über den Haufen geworfen. Ich war froh, dass ich zumindest das Nötigste erledigen konnte. Keine Ahnung wie, aber es ist mir gelungen. Irgendwie kam ich mir dabei wie die Feuerwehr vor: schnell schnell von einem Brandherd zum nächsten.

 

Der ganz normale Wahnsinn

Am 23. Dezember hat dann unsere Toilette ihren Dienst quittiert. Der Schaden: irreparabel. Wir mussten uns vier Wochen zum Spülen mit Wasserkübeln behelfen, bevor  wir Mitte Jänner endlich eine komplett neue Toilette eingebaut bekommen haben.

Einen Tag vor Silvester ist dann auch noch unsere Therme in den Streik getreten – Warmwasser ist seither Glückssache. Der Installateur war natürlich erst wieder nach den Weihnachtsferien am 7. Jänner verfügbar. Da wir eine Thermenmarke haben, die nicht jeder Installateur bedient, und für Reparaturen ja der Vermieter zuständig ist, war hier auf die Schnelle keine (andere) Lösung zu finden. Weil der Installateur allerdings das benötigte auszutauschende Teil nirgendwo auftreiben konnte, hat er die Angelegenheit schlussendlich nach zwölf (!) Tagen (und unzähligen Telefonaten) an den Kundendienst des Thermenherstellers delegiert.

To make a long story short: Die Sache ist auch heute noch nicht endgültig abgeschlossen, die finale Reparatur soll in den nächsten Tagen erfolgen. Aber zumindest funktioniert das Warmwasser momentan halbwegs zuverlässig. Du kannst dir vielleicht ungefähr vorstellen, wieviele Telefonate, eMails, Besichtigungs- und Das-reparieren-wir-jetzt-mal-notdürftig-Termine und sonstige Abstimmungen all das mit dem Installateur, dem Kundendienst, dem Techniker und dem Vermieter gebraucht hat.

 

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Außerdem … 

Um den ganzen Wahnsinn abzurunden hat sich gegen Ende der Ferien unser Hase verletzt und ich selbst bin natürlich auch noch krank geworden. Und wir haben Bescheid bekommen, dass Ende Jänner eine spanische Gastschülerin zu uns kommt, worüber wir uns riesig freuen, was aber gleichzeitig einiges an Organisation und Vorbereitung mit sich gebracht hat.

 

Positives Feedback

Interessanterweise habe ich ausgerechnet in dieser ultraturbulenten Zeit einige sehr positive und herzerwärmende Rückmeldungen zu meiner Arbeit erhalten. Das war extrem wertvoll für mich. Dieses wertschätzende Feedback hat mich in meinem Tun bestärkt und unglaublich gepusht, trotz allem weiterzumachen – egal wieviele Herausforderungen mir das Leben noch vor die Füße knallt.

 

Meine 7 Tipps, um Problemen in der Selbstständigkeit Paroli zu bieten 

Nur nicht unterkriegen lassen lautet also die Devise. Ich verrate dir, mit welchen 7 Tipps und Tricks ich mich in den chaotischen Wochen über Wasser gehalten habe. Vielleicht hilft ja der ein oder andere Tipp auch dir weiter.

 

Tipp #1: Planen

 

Für 2020 habe ich erstmals in meiner Selbstständigkeit einen richtigen Plan erstellt. Mit Umsatz- und anderen Zielen, strategischen Vorhaben, einem groben Zeitplan, der Definition von Wunschkunden, messbaren Kennzahlen. Dieser Plan ist eine enorme Stütze für mich: Er gibt mir konkrete Anhaltspunkte, so dass selbst im größten Chaos nicht alles komplett aus dem Ruder läuft, sondern ich mich an dieser Richtschnur weiter vorwärts bewegen kann.

 

Tipp #2: Häppchenweise

 

Meine Tage waren total zerrissen, weil so viel Unvorhergesehenes passiert ist. Das hat mich oft ganz wirr im Kopf gemacht, ich hatte keine Ahnung, wie ich meinem Plan bei all dem Chaos treu bleiben sollte. Folgendes hat mir dabei geholfen: Ich habe das große, unbezwingbar scheinende Ganze in kleine Häppchen aufgeteilt – und schwupps, schon sah die Welt wieder freundlicher aus. Denn kleine Häppchen konnte ich erledigen, das war zu schaffen. Und der Rest konnte warten.

 

Tipp #3: Mastermind

 

Wir kennen einander zwar noch nicht lange, aber meine Mastermind-Mädls sind für mich mittlerweile nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Sooo wertvoll! Zusammen bilden wir eine Gruppe aus vier Gleichgesinnten, wir treffen uns alle zwei Wochen für rund zwei Stunden online, zwischendurch tauschen wir uns in unserer WhatsApp-Gruppe aus, bestärken, unterstützen und motivieren uns gegenseitig. Die drei haben immer ein offenes Ohr für mich und geben mir das Gefühl, mit meinen Herausforderungen und Problemen in der Selbstständigkeit nicht alleine zu sein.

 

Tipp #4: Innehalten

 

Gerade wenn das Leben schon genug Herausforderungen mit sich bringt, tendieren wir dazu, immer weiter zu hetzen und uns ständig weiter anzutreiben, was wir nicht noch alles schaffen müssen. Damit überfordern wir uns, haben permanent das Gefühl, nichts weiterzubringen und sehen das Glas immer halb leer anstatt halb voll. Um dem entgegenzuwirken, habe ich in den letzten Wochen verstärkt innegehalten und reflektiert, was ich trotz des momentanen Durcheinanders alles geschafft habe – und siehe da: Das ist eine ganze Menge!

 

Tipp #5: Kraftquelle

 

Für mich von unschätzbarem Wert, sowohl körperlich als auch mental-emotional: meine tägliche Morgenhunderunde im (fast) menschenleeren Wald. In der Ruhe der Natur kann ich Kraft tanken, mich im wahrsten Sinne des Wortes erden und wieder mit mir selbst verbinden. Danach mache ich mich gestärkt, motiviert und klar im Kopf an die Arbeit.

 

Tipp #6: Gelassenheit

 

Dieser Tipp ist für mich am schwierigsten umzusetzen, weil ich extrem perfektionistisch veranlagt bin. Die ungewaschene Wäsche türmt sich, die Betten sind nicht gemacht, in der Küche stapelt sich das dreckige Geschirr – damit kann ich normalerweise gar nicht leben. In den letzten Wochen ist mir jedoch genau das gelungen: Ich habe fünf auch mal eine gerade Zahl sein lassen, vermehrt Aufgaben an Mann und Kind abgegeben und damit gelebt, dass die Dinge eben nicht hundertprozentig perfekt (was ja nur meine subjektive Sichtweise ist!) sind. So what? Und weißt du was? Die Erde dreht sich immer noch. 😉

 

Tipp #7: Gewissheit

 

Zu guter Letzt war es die Gewissheit, die mich immer wieder runtergeholt hat, wenn ich den Boden unter den Füßen zu verlieren drohte. Die Gewissheit und das Vertrauen, dass auch das größte Chaos und der ärgste Stress irgendwann vorbei sind. Dass Probleme und Herausforderungen zur Selbstständigkeit dazugehören, part of the game sind. Ich vertraue dem Fluss des Lebens – es wird schon alles seinen Sinn haben.

 

Wie läuft das in deiner Selbstständigkeit?

Wahrscheinlich kennst du solche Situationen, oder? Wie läuft das bei dir in deiner Selbstständigkeit? Wie gehst du mit solchen Herausforderungen um? Ich freue mich sehr, wenn du mir in den Kommentaren davon erzählst!

2 Comments
  • Anja Rödel

    14. Februar 2020 at 13:04 Antworten

    Hui, ja, da erkenne ich mich doch sehr wieder. Zwar ohne Kind, dafür aber mit „Katze und Kegel“. 🙂

    Mir hilft ebenfalls meine Mastermind-Gruppe sehr (ebenfalls 4 Mädels, ebenfalls 14-tägig), ich versuche, mich mit Sport oder Meditation auf den Tag einzuschwingen.

    Und oft sage ich mir auch: Es sieht bei anderen Selbständigen auch nicht anders aus! Auf zwei erfolgreiche Sachen kommen X …. nicht ganz so erfolgreiche.

    Verbundene Grüße, Anja

    • slohs

      3. Mai 2020 at 17:29 Antworten

      Liebe Anja,

      genau: Dieses „Wie ich in den Tag starte“ finde ich total wichtig. Ich merke zum Beispiel, dass, wenn ich morgens meinen Mann mit dem Hund auf die große Runde schicke, um Zeit zu sparen, ich oft nicht richtig in die Gänge komme und im Endeffekt sogar länger brauche, obwohl ich doch Zeit einsparen wollte. Wenn ich die morgendliche Hunderunde als Kraftquelle nutze, gehen mir die Dinge danach viel besser und schneller von der Hand.

      Und du hast vollkommen recht: Bei anderen ist auch nicht alles Gold, was glänzt! Rückschläge sind kein Misserfolg, sondern Schritte auf unserem Weg zum Erfolg! 🙂

      Liebe Grüße
      Susanne

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