Auf den Hund gekommen

Auf den Hund gekommen

»Meine Hanna auch, manchmal lässt sie eine ganze Mahlzeit ausfallen. Und sie trinkt viel zu wenig, grad jetzt, wo’s so heiß ist …« »Der Adam hat seit zwei Tagen Durchfall und heute Früh hat er gekotzt. Entweder hat er was Schlechtes erwischt oder er hat sich einen Virus eingefangen.« Diese Gesprächsfetzen entstammen nicht etwa der Unterhaltung zweier besorgter Mütter am Kinderspielplatz. Nein, die habe ich heute während unserer täglichen Morgenhunderunde in der Hundefreilaufzone des Grünen Praters aufgeschnappt. Und fühlte mich prompt zehn, elf Jahre zurückversetzt, als mein Kind noch klein und im Windelalter war.

Déjà-vu

Damals – und noch viele weitere Jahre – führte auch ich solche Gespräche. Allerdings tauschte ich mich seinerzeit mit Kindsmüttern über die Befindlichkeiten, Konsistenzen diverser Ausscheidungen, das Schlafverhalten und die Essgewohnheiten unserer Kinder aus. Mittlerweile ist das Kind aus dem Gröbsten raus (wobei: Kann man das wirklich so sagen? Jedes Alter hat doch seine Tücken …) und wir haben einen Hund, seit knapp zwei Jahren. Geändert hat sich so gesehen aber nix. Beruhigend. Irgendwie.

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