Service über den Wolken

Service über den Wolken

Ich finde es sehr erfreulich, hoch droben in luftigen Höhen mal etwas anderes als die üblichen geschmacksneutralen Sandwiches (wenn überhaupt!) serviert zu bekommen. Gestaunt habe ich diesmal außerdem über die innovative Verpackung …

Saisonale Kost

Auf unserem letztwöchigen Flug mit Peoples von Altenrhein nach Wien gab es – passend zur Vorweihnachtszeit – Maroni und Glühwein. Dass beides überraschend gut schmeckt, konnte ich bereits letztes Jahr feststellen – da flog ich nämlich in etwa zur gleichen Zeit nach Wien und beglückwünschte damals schon in Gedanken die oder den Verantwortliche(n) ob dieser gelungenen Idee. In den Genuss eines solchen Snacks bin ich bis dato noch bei keiner anderen Airline gekommen!

Innovative Verpackung

Wirklich genial fand ich diesmal aber das “Behältnis” in dem die Maroni gereicht wurden. Dieses Behältnis war nämlich zugleich Entsorgungsstation. Stellen Sie sich einen ungefähr 35 Zentimeter langen Papierschlauch vor, der an beiden Enden offen ist. Dieser war der Breite nach gefaltet – nicht ganz mittig, sondern so, dass sich eine kürzere und eine etwas längere Papiertüte daraus ergab. Diese beiden Papiertüten waren nun sozusagen Rücken an Rücken aneinandergeklebt. Im kürzeren Teil befand sich eine Handvoll heißer Maroni, im längeren Teil konnte man nach dem Verzehr die Schalen entsorgen. Können Sie sich unter meiner Beschreibung etwas vorstellen? Wenn nicht, gibt Ihnen das nachfolgende Bild Aufschluss:

Innovative Maronitüte an Bord eines Peoples Fluges von Altenrhein nach Wien

Wohin mit den Schalen?

Begrüßenswert wären solch innovative Maronitüten oder -stanitzel nicht nur über den Wolken, sondern auch am Boden der Realität, in der Stadt, bei jedem Maronibrater. Weil nicht zwangsläufig immer ein Mistkübel in der Nähe ist, wenn man seine Maroni genießt und ich deshalb letzte Woche von unserer Tochter eine Rüge in Kauf nehmen musste, als mir (unabsichtlich natürlich!) Maronischalen auf den Boden fielen. Die Schalen wieder in die Maronitüte zu geben erschwert das Herausnehmen der noch nicht verzehrten Edelkastanien und führt meist unweigerlich dazu, dass eben doch was auf dem Boden landet, was wiederum (abgesehen von eventuellen Zurechtweisungen durch unsere lieben Kleinen, denen wir ja immer ein gutes Vorbild sein sollen) dazu führt, dass das Stadtbild darunter leidet.

Maroni oder Marroni?

Erstaunt habe ich schon letzte Woche festgestellt, dass bei dem in meinem Blogbeitrag “Kleine Geschenke …” erwähnten Maronibrater in der Wiener Innenstadt “Heiße Marroni” (mit doppeltem r) auf seinem Ofen stand. Vielleicht können Sie auf obigem Bild erkennen, dass auch das Papiersackerl über den Wolken mit “Marroni” beschriftet war. Ich war mir allerdings sicher, dass Maroni nur mit einem r geschrieben wird – wobei mir der Duden recht gibt. Allerdings ist es in der Schweiz durchaus üblich, neben Maroni auch die Schreibweise Marroni zu verwenden (wie ich ebenfalls dem Duden entnehmen konnte). Insofern ist klar, dass die Marroni auf dem Papiersackerl im Flugzeug mit zwei r geschrieben waren, weil sich der Startflughafen Altenrhein ja auf schweizerischem Boden befindet. Die Marroni auf dem Ofen des Anbieters in der Wiener Innenstadt sind mir allerdings nicht klar … aber vielleicht hat er seinen Mar(r)oni-Ofen ja in der Schweiz gekauft? 😉

Was können Sie aus meiner Geschichte für Ihr(e) Unternehmen(skommunikation) ableiten?

  • Überraschen Sie Ihre Kunden / Gäste / Geschäftspartner! Indem Sie Ihnen etwas anbieten, das niemand sonst anbietet oder vor Ihnen angeboten hat.
  • Sorgen Sie für Abwechslung im täglichen Einheitsbrei, mit dem Ihre Kunden / Gäste / Geschäftspartner sonst konfrontiert sind!
  • Wenn auch noch das “Drumherum” innovativ ist und Ihren Kunden / Gästen / Geschäftspartnern echten Nutzen bietet, werden Sie sich vor Begeisterungsstürmen (= Anfragen, Aufträgen, Weiterempfehlungen) nicht mehr retten können!

Denn wie hat es meine deutsche Kollegin Dr. Kerstin Hoffmann in ihrem Blogbeitrag “Das Käsesemmel-Kaffee-Kundenservice-Desaster” so treffend ausgedrückt? “Jeder Aspekt der Außenwirkung ist Teil der Unternehmenskommunikation” – dem ist nichts hinzuzufügen!

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