Ganz privater Ruhepo(o)l

Reportage „Ganz privater Ruhepo(o)l“

Damit ein eigener Pool auch so richtig cool ist, bedarf es im Vorfeld einiger Überlegungen: Von der Wahl des richtigen Bodens rundherum über einen geeigneten Sonnenschutz bis hin zu Form, Material und vor allem Pflege des Schwimmbeckens sollten einige Dinge ins Kalkül gezogen werden – damit der eigene Pool kein sprichwörtlicher Sprung ins kalte Wasser wird.

Ganz privater Ruhepo(o)l

Terrasse und eigener Pool wollen gut geplant sein. WEEK-Redakteurin Susanne Lohs über die Vorzüge dieser ganz privaten Oasen.

Endlich wieder raus ins Freie! Gras und Blumen riechen, Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, entspannt ein Buch lesen, Grillen mit Freunden – all das lässt sich auf einer eigenen Terrasse natürlich besonders gut genießen, ist sie doch so etwas wie unser ganz privater Ruhepol.

Eine Terrasse ist ein gelungener Mix aus Innen und Außen und erweitert in der warmen Jahreszeit unseren Wohnraum nach draußen. Gibt’s zusätzlich noch einen Pool, ist das Summerfeeling perfekt. Damit dieses durch nichts getrübt wird, sollten bereits bei der Planung einige Dinge bedacht werden.

PLANUNG

Sonnenbaden, Essen und Grillen oder Spielfläche für die Kinder – wofür wollen Sie die Terrasse am ehesten nutzen? Tisch, Stühle, Griller und Sonnenschirm beispielsweise benötigen nämlich jede Menge Platz und genau den sollten Sie unbedingt reichlich einplanen. Ist die Terrasse zu klein, ist späterer Ärger vorprogrammiert.
Die geplante Nutzung ist aber auch für die Ausrichtung der Terrasse ausschlaggebend. Während sich eine südseitige Terrasse bestens für Sonnenanbeter eignet, ist eine mit West-Ausrichtung perfekt, um die späten Nachmittags- und Abendstunden genießen zu können.

GRUNDLAGE

Ob Holz, Natursteinplatten, Fliesen oder Beton ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern basiert auch auf praktischen Überlegungen: Holz wirkt optisch sanfter als Stein und heizt sich in der Sonne auch nicht so schnell auf. Im Laufe der Zeit entwickelt ein Holzboden eine attraktive Patina. Stein- und Fliesenböden hingegen sind extrem langlebig und Outdoorfliesen ermöglichen zudem eine ganz individuelle Gestaltung der Terrasse, da sie in vielfältigen Mustern und Farben angeboten werden. Sie sollten allerdings unbedingt darauf achten, dass die Fliesen Ihrer Wahl eine hohe Rutschfestigkeit aufweisen!

LICHT UND SCHATTEN

Unabhängig von der Wahl des Bodens kann es im Sommer ganz schön heiß auf der Terrasse werden. Ein passender Sonnenschutz ist deshalb unerlässlich. Naturliebhaber pflanzen vielleicht einen schattenspendenden Baum, andere vertrauen auf ausfahrbare Markisen, Sonnensegel, Sonnenschirm oder überdachen die Terrasse zum Teil.

Wenn es am Ende des Tages dunkel wird, schaffen Solarleuchten ein harmonisches Ambiente. Aber auch Wandleuchten und Strahler unter Pflanzen sorgen für ein schönes Licht. Besonders stimmungsvoll machen sich Windlichter als Terrassenbeleuchtung.

POOL? COOL!

Nichts wie rein ins kühle Nass! Rund, oval, rechteckig, oberirdisch, teilversenkt oder ganz versenkt – es gibt zahlreiche Varianten. Ob Edelstahlpool, Polyesterbecken, Stahlwandbecken, Überlaufpool oder Styropor-Mauersteinbecken hängt wesentlich vom Budget ab. Wenig überraschend der Grundsatz: Je höherpreisiger der Pool in der Anschaffung, desto besser sind Qualität und Haltbarkeit.

Für Edelstahlpools beispielsweise muss man tief in die Geldbörse greifen, dafür halten sie lebenslang – Kosten für eine spätere Sanierung fallen also weg. Bei der finanziellen Planung sind natürlich auch Pooltechnik und gewünschte Ausstattung zu berücksichtigen: Unterwasserscheinwerfer, Abdeckung, Gegenstromanlage, Heizung, Massagedüsen, Filter, Pumpen, Steuerung – all das schlägt ebenfalls zu Buche.

POOLPFLEGE

Bedeutet ein Pool aber nicht auch viel (Zeit)Aufwand? Das ist relativ – mit der heutigen Technik lässt sich bereits vieles automatisieren und Sie müssen mehr oder weniger nur noch die Kontrollfunktion übernehmen. Wobei: Ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Die Reinigung vor Inbetriebnahme des Pools im Frühling und die Einwinterung im Herbst wird Ihnen niemand abnehmen. Wohingegen sich die Pflege während des Betriebes größtenteils automatisieren lässt – Filter, Pumpe, Dosieranlage und Steuerung übernehmen diese Arbeit. Desinfektion und der richtige pH-Wert (zwischen 7,0 und 7,4) spielen für ein „sauberes“ Poolerlebnis eine wichtige Rolle. Wer nicht auf die konventionelle Desinfektion mit Chlor zurückgreifen möchte, für den empfiehlt sich Salz oder Aktivsauerstoff als Alternative.

Am besten ist es natürlich, sich vom Profi beraten zu lassen, wobei Sie sich für das Erstgespräch ausreichend Zeit nehmen sollten. Von diesem bis zum ersten Sprung ins Wasser müssen in etwa zwei Monate eingeplant werden. Das ginge sich ja gerade noch aus vor Sommerbeginn …

Text: Susanne Lohs

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