Der 3D Secure Code schützt meine Online Zahlungen. Sogar vor mir.

Der 3D Secure Code schützt meine Online Zahlungen. Sogar vor mir.

Haben Sie auch einen 3D Secure Code für Ihre Kreditkarte? Ich hab meinen schon lange und lange Zeit war mir nicht klar, wofür genau ich den brauche. Denn nicht jeder Onlinehändler verlangt bei der Zahlung danach. Manche begnügen sich zusätzlich zur Kreditkartennummer mit dem – je nach Kreditkartenanbieter – 3- oder 4-stelligen Code auf der Vorder- oder Rückseite der Karte. Andere fordern dezidiert zur Eingabe des 3D Secure Codes auf. Definitiv durchschaut habe ich das Ganze bis heute noch nicht, aber das tut ja auch nichts zur Sache.

Wofür ich meinen 3D Secure Code jedenfalls immer brauche, Monat für Monat, ist, um mich in meinen persönlichen Bereich auf der Website meines Kreditkartenanbieters einloggen zu können – denn von dort lade ich meine monatliche Kreditkartenabrechnung runter.

Nun hat PayLife im August – um genau zu sein am 22. August – „auf das neue 3D Secure Verfahren“ umgestellt. Im Zuge dessen war es erforderlich, einen neuen 3D Secure Code zu registrieren, weil alle alten deaktiviert wurden. Die Registrierung des neuen Codes war auch erst am 22. August möglich – an jenem Tag, an dem der alte Code deaktiviert wurde. Keine Übergangszeit also.

PayLife hat seine Kunden schon viele Wochen zuvor darüber informiert und allerlei Erinnerungsservices angeboten, die ich für mich auch in Anspruch genommen habe, um nur ja die Umstellung nicht zu verpassen – schließlich muss ich ja Zugang zu meinen Kreditkartenabrechnungen haben. Sie wissen schon: Buchhaltung und so.

Es funktionierte auch wirklich alles prima – ich wurde zuverlässig an die Neuregistrierung erinnert, in den eMails und auf der Webseite war alles sehr verständlich und kundenfreundlich erklärt und beschrieben und schwuppdiwupp hatte ich meinen neuen 3D Secure Code erstellt.

Einige Tage später, am Monatsende, wollte ich dann meine Kreditkartenabrechnung erstmals mittels neuem Code downloaden. Aber: Kein Zugang! Ich konnte mich auf der PayLife Website nicht einloggen. Weder mit meinem neuen noch mit meinem alten Code. Ich wandte mich per eMail an den Kundenservice und bekam prompt eine Antwort:

Sehr geehrte Frau Lohs,

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wie viele Zeichen hat Ihr Passwort? Es ist nämlich so, dass bei der Registrierung leider mehr als 12 Zeichen bzw. weniger als 6 Zeichen erlaubt sind. Beim Login bzw. bei der Zahlung nicht. Falls Ihr Passwort kürzer als 6 Zeichen bzw länger als 12 Zeichen sein sollten, dann gehen Sie bitte auf www.paylife.at, scrollen bis ans untere Seitenende und wählen dort Passwort-Erneuerung und wählen ein Passwort bestehen aus 6-12 Zeichen, aus Zahlen und Buchstaben.

Freundliche Grüße

Ah ja. Alles klar. Ich konnte den Fehler dann auch wirklich blitzschnell beheben.

Was ich jedoch nicht verstehe und auch nicht nachvollziehen kann: Da fährt PayLife eine solch umfangreiche Kampagne, um seine Kunden zu informieren und zu mobilisieren, bietet Erinnerungsservices per eMail und Handy, informiert via Schreiben, auf der Website und per eMail – und vergisst auf solch ein entscheidendes Detail??!! Denn wenn der Code nicht aus zwischen 6 und 12 Zeichen besteht, kann man sich damit weder einloggen noch bezahlen – diese wesentliche Information hätte schon in der Pre-Kommunikation mitgeteilt werden müssen und ganz dezidiert natürlich bei der Registrierung selbst.

Was lernen wir daraus?

Wer den perfekten Projektplan entwirft, sollte das nicht nur auf Papier bzw. am Bildschirm tun, sondern immer ALLE Schritte in der Praxis selbst durchspielen – vom Anfang bis zum bitteren Ende. Nur so fallen eventuelle Ungereimtheiten auf.

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